Aus meiner Sicht gibt es eine bestimmte Anzahl von Büchern, die man unbedingt lesen sollte – dieses Buch gehört mit Sicherheit dazu. Mehr als 700 Effekte werden hier beschrieben, am Inhalt des Buches mitgewirkt haben mehr als 100 Zauberkünstler, darunter Künstler wie Al Baker, Howard Thurston, Percy Abbott, Theo Annemann, Paul Curry, Harry Kellar, Harry Houdini und Dai Vernon. Die Kunststückbeschreibungen wurden mit mehr als 1000 Illustrationen von Harlan Tarbell versehen. Alleine in 19 Kapiteln dreht sich alles um die Kartenzauberkunst, wobei so ziemlich alle Themen abgehandelt werden. Im 20. Kapitel lernt man die Tuchzauberei kennen, im 21. Kapitel die Magie mit Bällen und im 22. Kapitel vieles über die Münzenzauberei. Es geht weiter mit Zigaretten, Geldscheinen, Seilen, dem Ringspiel, Kunststücken mit und ohne Apparate, Gedankenlesen, alte und neue Apparate sowie Bühnenkunststücke und Illusionen. In einem Kapitel mit dem Titel „Selected Tricks“ – ausgewählte Kunststücke – werden Kunststücke beschrieben wie die Geistertafeln, Reisschalen, die Wanderung eines Würfels durch einen Hut, der Hindu-Faden-Trick, den Salztrick und weitere Klassiker der Zauberkunst.

John Northern Hilliard (18. August 1872 – 14. März 1935) erlebte die Veröffentlichung des Buches nicht mehr. Seine Freunde Carl Waring Jones (24. August 1887 – 6. Januar 1957) und Jean Hugard (4. Dezember 1872 – 14. August 1959) beendeten das Buchprojekt. Das Buch erschien erstmals im Jahr 1938, es folgten mehrere Nachdrucke mit jeweils 1000 Exemplaren. Im Jahr 1942 gab es eine vierte, erweiterte Auflage wobei das Kapitel über alte und neue Apparate durch den Geschichtsteil „Magicana“ ersetzt wurde. Im Jahr 1994 wurde das Buch von Richard Kaufmann nachgedruckt. Eine detaillierte Inhaltsangabe findet man im Internet unter www.zauber-lexikon.de und www.zauber-pedia.de. Vieles vom Inhalt ist uns heute bekannt, aber man findet immer wieder auch Interessantes. So z. B. im Kapitel 16; hier werden auf 58 Seiten mehrere Methoden des Kartensteigers beschrieben. Im Kapitel 17 werden auf 86 Seiten Kunststücke mit präparierten Spielkarten gezeigt. Viele der im Buch angewendeten Methoden und Techniken sind heute zum Teil verbessert und erweitert worden, aber ohne dieses Buch, und da bin ich mir fast sicher, würden wir in der Zauberkunst nicht diese Vielfalt an Kunststücken kennen. Und wer zu diversen Trick-Methoden Näheres recherchieren möchte, sollte „Greater Magic“ lesen.